Zum guten Schluss

 

 Wer in Graudenz von der Schloßbergstraße aus über die Speicherstraße in Richtung Wassertor schlendert, wird linkerhand kurz nach der Pfarrkirche St. Nikolai und einigen wenig attraktiven Rückfronten von Häusern, die nach vorne, zum Markt hin, deutlich ansprechender wirken, eine Gasse erreichen (Mikołaja Reja), die nur von Fußgängern passiert werden kann; denn mitten auf der schmalen Straße haben ein mächtiger Sonnenschirm und eine Reihe ausladender südländischer Kübelpflanzen ihren Platz gefunden. Darüber „schwebt“ zudem ein kleines farbenfrohes Regenschirm-­Geschwader. Dieser Blickfang macht auf das Fado Cafe aufmerksam, das sich im ersten Haus auf der rechten Seite befindet. Es hat sich als portugiesisches Restaurant in der Stadt fest etabliert und nimmt dort auf der gastronomischen Beliebtheitsskala einen hohen Rang ein. Dazu trägt gewiss bei, dass „Fado“ auch unmittelbar auf den gleichnamigen portugiesischen Musikstil verweist, der seit 2011 in die UNESCO-­Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen worden ist: In der Gasse veranstalten die Café-Inhaber ­regelmäßig sommerliche Konzerte, zu denen renommierte Fadistas und andere Musik-Ensembles nach Graudenz kommen – und bei denen dann die Schirme neben ihrer ästhetischen auch eine durchaus praktische Funktion übernehmen können.                       Erik Fischer

 



 

 

 

 

Foto: Andreas Helle

 





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danzig (Adobe Stock) Kompass (Adobe Stock)
Galerie (Adobe Stock) Historisierende Collage (Adobe Stock)
Wahlprognosen und Stimmzettel (Adobe Stock) Kopernikusdenkmal in Thorn (Adobe Stock)